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Gesammelte Gedanken

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Sommerstress

Posted by on 10. Jul 2012 in Arbeit, Hintergrund |

Was nach außen das Sommerloch ist, bedeutet in der Redaktion eigentlich Stress. Denn im Sommer sind nicht nur die aktuellen Themen dürftig und die Kollegen im Urlaub. Im Fernseh-Zeitfenster fehlt in den Sommermonaten auch noch die Werbung, sodass die Sendung plötzlich nicht mehr 20, sondern 24 Minuten lang ist – und die müssen erst einmal produziert werden. Redakteure schwitzen daher im Sommer bisweilen selbst wenn sie im klimatisierten Büro arbeiten.

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Wichtige Trivialitäten

Posted by on 9. Jul 2012 in Arbeit, Hintergrund |

Am Wochenende ist eine Urlauberin im Kalterer See ertrunken. Weniger bekannt ist, dass auch in Algund eine Person gerade noch aus dem Schwimmbad gerettet werden konnte. Und in Montiggl haben die Bademeister einen Nichtschwimmer aus dem See gefischt.

Wir haben das zum Anlass genommen, noch einmal die wichtigsten Hinweise in einem Bericht zusammenzufassen – auch wenn diese vielen zuhause recht trivial vorkommen werden. Nicht ohne Abkühlung ins Wasser, nach dem Essen eine Pause einlegen, die eigenen Kräfte nicht überschätzen: das klingt alles so bekannt und, siehe Wochenende, ist doch wohl noch nicht überall angekommen.

Ob der Bericht nun weiterhilft, ich weiß es nicht. Aber den Versuch, finde ich, ist es allemal wert.

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Rumänien

Posted by on 3. Jul 2012 in Uncategorized |

Im September geht es also eine Woche nach Rumänien. Die Bewerbung bei eurotours 2012 war erfolgreich, ich werde aus dem Land berichten, das in diesem Jahr bereits die 3. Regierung hat und im Herbst die 4. Ausgabe in den Parlamentswahlen küren wird. Auf dem europäischen Radar scheint Rumänien sonst ja kaum auf. Ein Suizidversuch, der Verdacht auf Plagiat und die Ergebnisse der Kommunalwahlen waren die einzigen Meldungen, die es bis in den deutschen Sprachraum geschafft haben. Es gibt also noch viel zu entdecken. Den Mathematiker Nicusor Dan etwa, die mittlerweile versandete (?) occupy Bewegung und die Lage in der Universitätsstadt Timisoara.

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Alles Werbung oder was?

Posted by on 10. Feb 2011 in Arbeit |

Die tägliche Gratwanderung zwischen Berichterstattung und PR-Geschwafel

Im täglichen redaktionellen Leben hat man immer auch mit Menschen, Unternehmen oder Organisationen zu tun, die gern für sich, ihr Produkt oder ihre Idee werben möchten. Das ist natürlich legitim. In meinigen Fällen kommt gewisse redaktionelle Arbeit auch nur mit ihrer Mithilfe zustande, so bei manchen Bericht bei Südtirol heute.

Bild Dir Deine Meinung

Dadurch entsteht bei manchen dieser Partner das Gefühl, der Journalist gegenüber und sein Medium sowieso hätten nun eine Art Bringschuld. Eine Gegenleistung wäre angebracht, eine freundliche Erwähnung einer Webseite, so als Beispiel, oder das Abfilmen eines Logos etc. etc.

Ich persönlich versuche dann immer mit etwas Feingefühl meine Situation und meine Sicht der Dinge zu erklären. Mir ist durchaus klar, dass die Trennung zwischen Werbung und Berichterstattung nicht immer einfach ist. Was, wenn eine neue Apfelsorte den lokalen Obstmarkt erobert. Ist das Werbung? Müssen alle Außenaufnahmen gepixelt werden, weil da Logos und so weiter aufscheinen? Natürlich nicht.

Ich bin doch nicht blöd

Doch die Erwähnung eines Produktes, einer Marke o.ä. darf nicht der Zweck der Mitteilung sein. An der Gretchenfrage „Ist dieses Interview, diese Logo-Aufnahme oder diese Nennung notwendig für den Bericht?“ scheitern eben die meisten.

Eine offizielle Nennung eines Unternehmens darf und wird es aber nicht geben. Das war von Anfang an klargestellt. Selbst wenn der nette Kontakt äußerst zuvorkommend war und kostenlos einen Helikopterflug, einen Sushi-Kurs und ein Photoshooting organisiert hat.

Ein (wohlwollendes) Interview mit leichten Info-Wert wäre ja noch drin gewesen. Aber nicht mit peinlich an den Hals geklebtem Sticker, auf dem die Internetadresse des Unternehmens steht. Denn der auffällig platzierte Sticker beleidigt nicht nur meine Intelligenz, sondern auch die unserer ZuseherInnen.

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Das Land aus dem die Quoten sind

Posted by on 8. Okt 2010 in Arbeit, haha |

Die Sendung Südtirol Heute ist in vielerlei Hinsicht ein Ding zwischen den Welten. Finanziert von Tirol, Südtirol und dem ORF, ist die Redaktion einerseits dem Landesstudio Tirol unterstellt und doch in der Journalistenrealität Italiens (Stichwort: ordine dei giornalisti) eingebettet. Dadurch ergibt sich so manche Besonderheit.

So darf es nicht verwundern, dass die Quoten für die Sendung einzig in Nordtirol gemessen werden. Die ORF-Messgeräte stehen nun einmal nur dort. Aufgrund ihrer geringen Anzahl an Messgeräten* eher unstabil und können locker mal von einem Tag auf den nächsten 20-30 Prozentpunkte Veränderung erfahren.

Eine weitere Besonderheit: die Sendung ist als Nord-Süd-Verbindung gedacht, soll also sowohl Südtiroler als auch Nordtiroler über die Vorgänge hierzulande informieren. Das wirkt sich manchmal auf die Auswahl und Erstellung von Berichten aus, oder sorgt redaktionsintern manchmal für lustige Diskussionen.

Beispiel Gemeinderatswahl Bozen 2010: den Südtirolern mag es gar nicht aufgefallen sein, wie aber konnte man den österreichischen Zusehern die komische Sprachzuordnung der zwei wichtigsten Kandidaten erklären.

Auf der einen Seite Robert Oberrauch, auf der anderen Luigi Spagnolli. Nur sprach der für die italienische Rechte angetretene Herr Oberrauch kaum ein Wort Deutsch, während Signor Spagnolli des Mitte-Links-Bündnisses recht gut parlierte. Verkehrte Welt.

Wie hoch die Quoten aber an dem Tag waren, kann ich heute leider nicht mehr sagen.

* Es sind um die 30 Geräte, was auf die Bevölkerung gerechnet relativ viel ist, in Deutschland oder Italien ist die Zahl deutlich niedriger.

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