Posted by on 23. Feb 2007 in Uncategorized |

Als eine Art Vorbereitung auf eine mögliche Bewerbung als tAT-Leiter am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft versuche ich hier einmal, das wichtigste Zusammenzufassen. Während aber die „anderen tAT Leiter“:http://www.univie.ac.at/Publizistik/LehrveranstaltungenNamenSS07.htm, das muss ich neidvoll zugeben, durchaus aus der Filmbranche kommen oder schon alte Hasen sind und arriviert sind, konzentriere ich mich lieber auf das mir bekannte: Fernsehnachrichten.

Nachrichten im TV haben so ihre Vorteile und auch ihre Tücken. Sie sind um ein vielfaches Aufwändiger zu produzieren, als etwa Zeitungs- oder Radionachrichten, dafür können sie dank der Symbiose von Bild, Ton und Text sehr eindrucksvoll Sachverhalte schildern. Allerdings, so die Erkenntnis der Forschung meiner Disziplin, bleiben die Inhalte von Fernsehnachrichten kaum hängen und die Aufmerksamkeitsspanne des Zusehers hält sich auch in Grenzen, schon nach Einsfuffzehn und weniger muss der Beitrag schon ungemein spannen/interessant/wichtig sein, damit der Rezipient noch dranbleibt, üblicherweise sind kurze Beiträge sowieso nur um die 40 Sekunden lang.

Vielleicht liegt darin die Misere der italienischen Politik begründet, oder zumindest die der politisch ungebildeten Mehrheit der italienischen Bevölkerung. Schließlich informiert sich der Großteil der Italiener über’s Fernsehen. Und wenn da nicht immer wieder eine neue Regierung präsentiert wird, wird’s eben fad und die Leute drehen ab. Ergo die rasanten Wechsel in Rom. Oder so.

Zeit ist also kostbar, ebenso wie Aufmerksamkeit. Will man erfolgreich Nachrichten kommunizieren, müss(t)en Inhalte wohldosiert auf allen drei Ebenen vermittelt werden, das ist aber selten der Fall. Der Redakteur macht es sich bisweilen einfach und sieht sich die Bilder des Kamerateams gar nicht an, sondern Textet einfach drüber, der Cutter schneidet den Beitrag auf die richtige Länge, ohne die Inhalte zu kennen, der Kameramann ist ohne Redakteur unterwegs und filmt deshalb nur Blödsinn… Richtig gute Nachrichten sind deshalb leider selten – ein Grund mehr, sie anzustreben.

Im Folgenden soll versucht werden, die meist technischen Grundlagen für die Produktion einer Nachrichtensendung darzulegen. Dies ist kein Kompendium, dies ist keine Bibel. Andere Länder, und so weiter, das ganze ist auch noch recht subjektiv, wenn möglich soll es auch noch unterhalten.