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Gesammelte Gedanken

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Der Anfang vom Ende: Teil 2 der Nachrichtenserie

Posted by on 28. Feb 2007 in Uncategorized | 4 Kommentare

Den Beginn eines jeden tagesaktuellen Mediums stellt wohl die Redaktionskonferenz dar. Da geht’s dann drunter und drüber, die einen brüllen die anderen nieder, die gestrige Ausgabe/Sendung und der oder jene Beitrag/Artikel war ja komplett unangebracht, Streit und Chaos nach babelschem Muster. Bis dann der Chefredakteur, deus ex machina, mit Zigarre hereinkommt, erst mal die neue Praktikantin betatscht und sein Assistent mit Schirmkappe dann die Direktive aus der Chefetage („Kommis fertigmachen!“) verbreitet. Dann wird mit den Fotografen getuschelt („Ich will Photos von Spiderman“) und es werden fleißig kinderpornographische Schriften beim Mikadospiel ausgetauscht.

Jedenfalls, sobald das Themenfindungsspiel vorbei ist, kommt Leben in die Bude. Kamerateams werden verschachert, die Dispo, die das alles verwalten muss, stellt den mit Bleistift vollgeschriebenen Plan ungefähr viereinhalb mal um und das große Rennen um die Inhalte beginnt. Wer zum festgesetzten Termin, etwa einer Pressekonferenz muss, macht sich gleich auf die Socken, wer erst noch auf das Geschehen wartet oder auf Agenturmeldungen, recherchiert erst noch an, um dann Interviewpartner usw zu organisieren.

Hierbei muss man anmerken, dass es krasse, ja, krasse Unterschiede etwa zwischen Österreich und Italien gibt. Denn zwar ist auch in Felix Austria die Freunderlwirtschaft exzellent ausgebaut, so kann sie hier doch noch von der italiensichen lernen. Denn nur wer Gianni, den Saufkumpanen des Fahrers des Beamten, der, weil mittags im selben Café den Staatssekretär kennt, welcher dank der aktuellen Umfragewerte die Gunst der Mächtigen hat, kann es schaffen den zuständigen Minister auch nur an die Strippe zu bekommen. In Österreich hingegen kann der Redakteur einer Schülerzeitung im Büro von Gusenbauer anrufen und sich – wenn auch erst in 3 Monaten – einen Termin geben lassen.

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Schulaufsatz

Posted by on 26. Feb 2007 in Uncategorized | 3 Kommentare

Wenn man sich das hier so ansieht, geschrieben von Jörg Oberwittler, begräbt man EINIGE Hoffnungen, das Wochenmagazin Spiegel würde sich von seinem Tief der letzten Jahre irgendwann wieder erholen. "All die Jahre neben der Bestie…" heißt es da und Wie konnte das passieren? Den Vogel schießt der Autor aber mit dem letzten Satz ab: (…) "mit Schrecken lesen die Schkeuditzer in der Zeitung, dass in ihrer Nähe noch mindestens acht weitere vorbestrafte Sexualstraftäter wohnen.

Uhhhhh. Soviel zur Panikmache im Boulevard- Qualitätsjournalismus. Und zur Differenziertheit. Himmel, den mutmaßlichen Täter hat die Polizei noch gar nicht gefasst, aber die Nachbarn, ja die Nachbarn sagen… Ach lassen wir das. Armer Spiegel.

Nachtrag, 21:26 Uhr: Gut, der Sachverhalt spricht deutlich gegen den mutmaßlichen Täter. Kein Grund aber, so einen schlechten Artikel zu schreiben. Schon gut dass Spon Werbung braucht.

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Maintenance

Posted by on 26. Feb 2007 in Web | 2 Kommentare

Jo, was soll ich sagen: kaum „unmgezogen“:http://www.dreamhost.com schon haben wir downtime, über 12 Stunden, glaub ich. Gut, hatten wir „früher“:http://www.all-inkl.com auch schon mal. Bloß waren hier auch die Mailserver betroffen, was mich dazu bewogen hat, beim (mir) ungeliebten Google (die Suche ist ok) einen Account zu eröffnen, samt Mail und pipapo. Denn der Yahoo-Account ist verspamt, aber so ganz hab ich meine 1. Mailadresse (rdavid84@usw) noch nicht aufgegeben.

Egal. So an alle die hier mitlesen und die’s vielleicht interessiert, ich bastle an einem Identity-Relaunch, soll heißen, Email, Skype, MSN, ICQ können sich in nächster zeit ändern, ich werd das aber hier (spamsicher) und gegebenenfalls per Mail (Gott, wie ich Rundmails hasse) kundtun.

p.s.
Richard: nur für den fall: deine email ist natürlich auch umgezogen. einfach melden für die zugangsdaten.

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tATsächlich?

Posted by on 23. Feb 2007 in Uncategorized |

Als eine Art Vorbereitung auf eine mögliche Bewerbung als tAT-Leiter am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft versuche ich hier einmal, das wichtigste Zusammenzufassen. Während aber die „anderen tAT Leiter“:http://www.univie.ac.at/Publizistik/LehrveranstaltungenNamenSS07.htm, das muss ich neidvoll zugeben, durchaus aus der Filmbranche kommen oder schon alte Hasen sind und arriviert sind, konzentriere ich mich lieber auf das mir bekannte: Fernsehnachrichten.

Nachrichten im TV haben so ihre Vorteile und auch ihre Tücken. Sie sind um ein vielfaches Aufwändiger zu produzieren, als etwa Zeitungs- oder Radionachrichten, dafür können sie dank der Symbiose von Bild, Ton und Text sehr eindrucksvoll Sachverhalte schildern. Allerdings, so die Erkenntnis der Forschung meiner Disziplin, bleiben die Inhalte von Fernsehnachrichten kaum hängen und die Aufmerksamkeitsspanne des Zusehers hält sich auch in Grenzen, schon nach Einsfuffzehn und weniger muss der Beitrag schon ungemein spannen/interessant/wichtig sein, damit der Rezipient noch dranbleibt, üblicherweise sind kurze Beiträge sowieso nur um die 40 Sekunden lang.

Vielleicht liegt darin die Misere der italienischen Politik begründet, oder zumindest die der politisch ungebildeten Mehrheit der italienischen Bevölkerung. Schließlich informiert sich der Großteil der Italiener über’s Fernsehen. Und wenn da nicht immer wieder eine neue Regierung präsentiert wird, wird’s eben fad und die Leute drehen ab. Ergo die rasanten Wechsel in Rom. Oder so.

Zeit ist also kostbar, ebenso wie Aufmerksamkeit. Will man erfolgreich Nachrichten kommunizieren, müss(t)en Inhalte wohldosiert auf allen drei Ebenen vermittelt werden, das ist aber selten der Fall. Der Redakteur macht es sich bisweilen einfach und sieht sich die Bilder des Kamerateams gar nicht an, sondern Textet einfach drüber, der Cutter schneidet den Beitrag auf die richtige Länge, ohne die Inhalte zu kennen, der Kameramann ist ohne Redakteur unterwegs und filmt deshalb nur Blödsinn… Richtig gute Nachrichten sind deshalb leider selten – ein Grund mehr, sie anzustreben.

Im Folgenden soll versucht werden, die meist technischen Grundlagen für die Produktion einer Nachrichtensendung darzulegen. Dies ist kein Kompendium, dies ist keine Bibel. Andere Länder, und so weiter, das ganze ist auch noch recht subjektiv, wenn möglich soll es auch noch unterhalten.

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Bruchpilot

Posted by on 23. Feb 2007 in Uncategorized |

Der Taxler gestern war mal wieder ein Held der Straße. Handyfonieren und lenken gleichzeitig war schwierig, die alte Mercedeskarre hatte auch schon Stoffkondome über den Sitzen und hinten im Kofferrraum war ein kleiner (Gebets-) Teppich drin. Dann rundet er ganz easy von selber von 5,90 auf 6, gibt sich selber noch Trinkgeld und gibt mir aufn Zehner nur 3 Rest. Auch wurscht. Home sweet home.

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