Posted by on 1. Feb 2006 in Uncategorized | 6 Kommentare

!/images/165.jpg (Riya photo search, www.riya.com)!

Bereits jetzt kann man dank Internet ganz viel über ganz viele herausfinden. Du über mich, weil ich blogge und eine Domain habe, ich über dich, weil du eine IP Adresse hast und Spuren auf meinem Server hinterlässt. Und dann gibt es noch Suchmaschinen, die jede erdenkliche Information liefern, die du oder ich je hinterlassen haben. Foren, Blogs, Emailadressen (danke Spammer!) Kontaktdaten, irgendetwas aus deinem Leben.

Ein etwas krasses Beispiel für die Verfügbarkeit von Daten bietet „dieser Artikel“:http://www.eweek.com/article2/0,1759,1894227,00.asp?kc=EWRSS03119TX1K0000594.
Einem Blogger wurde an der kanadischen Grenze die Einreise verwehrt, die Grenzbeamten hatten mal kurz gegoogelt und daraufhin Gründe gefunden, ihn zurückzuschicken.

Einzelfall, türlich.

Aber in Verbindnug mit Gesichterkennungssoftware wie „Riya“:http://www.riya.com kommen da schon Zweifel auf. Wobei, die Grundidee wäre ja ganz nett: social networking und Zeitersparnis beim Katalogisieren.

Aber Riya erkennt nicht nur Gesichter, sondern auch Text und kann zum Beispiel das Foto mit dem Hollywood-Schriftzug nach kurzer Suche auch auf einer Landkarte positionieren. Oder eine Telefonnummer erkennen und zu einer bestimmten Person speicher. Man merkt wohin das führen kann – auch wenn die Entwickler zu beruhigen versuchen, obwohl man die eigenen Bilder auf einen Server laden muss:

_I know uploading is a pain but it the social web is very powerful and yet can still maintain privacy._

Fragt sich nur, wie lange das klappen soll mit der Privatsphäre, sollte das Google-Gerücht stimmen. Ich werd mir auf jeden Fall die weitere Entwicklung ansehen, als Beta-Tester hab ich mich schon angemeldet. Mal sehen, wie viele Prominentenfotos das Programm erkennen kann. 😉

High-Tech hin oder her, einen haken hat die Sache:
_If a human being can’t do it Riya can’t do it. Riya works best for 400 or so unique people._
Bis zur Digitalen Rasterfahndung dürfte also noch einige Zeit vergehen – irgendwie beruhigend.

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