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Gesammelte Gedanken

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Rechts um!

Posted by on 8. Nov 2005 in Uncategorized | 23 Kommentare

Südtirol hat eine lange rechte Tradition und dabei sind nicht einmal die Schützen gemeint. Was das kleine südliche Tirol im Norden Italiens bisher noch nicht vorzuweisen hatte war eine akademische (oder auch nur schulische) schlagende Verbindung.

Gothia Meran heißt sie nun, hat eine Internetseite und zwei Adressen. („http://www.gothia-meran.oepr.at“:http://www.gothia-meran.oepr.at, „http://gothia-meran.at.tt“:http://gothia-meran.at.tt ). Ehre, Freiheit, Vaterland steht rechts (sic!) von der Hauptspalte, kaum verwunderlich also, dass die Meraner Herrschaften ihre Seite auf einer Österreichischen Domain (oepr.at/) und einem deutschen Server (domainfactory.de) gelagert haben. („Details“:http://www.nic.at/de/webapps/whois/wa_whois.asp?domain=oepr.at)

Bedeutend interessanter schon die Umstände, Hintergründe, Mitwirkenden. Etwa Dr. Günther Messner, Namensvetter des verstorbenen Bergsteigers, Lehrer in Meran an der „Gewerbeoberschule“:http://www.schule.suedtirol.it/gob%2Dme/index/default.htm (Rechts- und Wirtschaftskunde) und „Verführer“ der Jugend, hat er doch zwei ehemalige Schüler in den Verein gebracht, was man stolz auf der eigenen Seite berichtet:
_Dr. Messner nahm Kontakt mit zwei ehemaligen Schülern auf, die im SS bei Ihm maturiert hatten._ (Auszug aus der Geschichte der Gothia-Verbindung, (c) SV! Gothia)

Überhaupt scheint dieser Dr. Messner eine engagierte Persönlichkeit zu sein, bittet er doch quer durchs Netz um (finanzielle) Unterstützung für seinen Verein [IBAN: IT34X06045116…, BIC/SWIFT: CRBZIT…]. Zuvor war er Mitglied des Südtiroler Schützenbundes gewesen, wurde zeitweise suspendiert, ist jetzt aber wieder bei Schützenkompanie Andrian ordentliches Mitglied.

Stichwort Schützen:
Günther Messner war zeitgleich mit Peter Paul Rainer, der wegen Mordes an Christian Waldner verurteil worden war und nach Flucht und Auslieferung sich mittlerweile wieder in Haft befindet, in der gleichen Kompanie (SK. Sepp Kerschbaumer – Eppan).
Über längere Zeit soll auch gegen Messner im Zusammenhang mit Rainer, und anderer diverser Kleinigkeiten, ermittelt worden sein.

Dr. Günther Messner hat übrigens Peter Paul Rainer ein falsches Alibi besorgt. Messner hatte damals ausgesagt, PPR habe sich zur Mordzeit mit ihm im Schützenbundbüro aufgehalten. Südtirol Online berichtete, wie die Staatsanwaltschaft diese Aussage aber entkräften konnte („Stol-Dossier:“:http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatId=gd&ArtId=3239&RelArtId=3123 _Die Zeugen, die Christian Waldner am 15. Februar nach Mittag gesehen haben wollen, seien entweder nicht glaubwürdig, oder ihre Aussagen widersprächen sich gegenseitig._)

Ein weiterer Freund des Vereins, der auch bei der Gründung behilflich war, ist ebenfalls Schlüsselglied zwischen Rainer und Messner.
Vbr Schachinger (=Verbandsbruder) ist (zufälligerweise?) der zukünftige Schwager von Peter Paul Rainer, der – Gerüchten zu Folge und im Gefängnis – dessen Schwester Ulrike Schachinger heiraten wird.
Ulrike und ihre Schwester Alwine („im Bild beide oben rechts“:http://www.m-freya.org/jpg/wkr05.jpg) sind beide Mitglieder der freiheitlichen akademischen „Mädelschaft Freya Wien“:http://www.m-freya.org/.
Der Kreis beginnt sich zu schließen.

Eigentlich kein – zumindest offizielles – Mitglied der deutsch-nationalen Gesellschaft, Andreas Pöder, der Landtagsabgeordnete der „Union für Südtirol“:http://www.unionfs.com/ taucht auf Photographien auf, ^(2. Bild Startseite, hinten links, aus Copyrightgründen nur als Hinweis)^ die ihn im Kreis von Trägern von Band und Mütze so durch und durch deutscher (in Wort u Tat, trotz Grammatikfehlern auf der Internetseite, Anm.) Burschen zeigen.
Was macht ein (gemäßigter?) Politiker auf so einer Veranstaltung?
Und wieso hat niemand den Eintrag auf dem „Forum der Union“:http://www.unionfs.com/forum.php?action=fv&ID=166 entfernt?

Apropos entfernen:
Vom „Ifingerlied“, das auf der Seite zur Verbindung zu finden ist, hat man seltsamerweise eine Strophe schlicht entfernt. Sie ist ganz nebenbei die prekärste und lautet wie folgt: (zu finden „hier“:http://www.honovere.de/verzeichnis/details.html?id=464)

Einheit sei jetzt die Parole,
sie soll euer Banner zier’n,
sie soll euch, so Gott es wolle,
in eine bess’re Zukunft führ’n.
Lebet wohl, Meraner munter,
klettert hoch zu mir am Seil.
*Jeder Welsche muß herunter*
*von den Felsen schroff und steil!:*

Bald sind es zwei Monate (seit 12. September 05), seit es diese rechte Bewegung scheinbar unbemerkt gibt (bis auf die „Tageszeitung“) und sie unbehelligt existiert. Wer ausser Pöder kann das in Südtirol wollen, und wer toleriert das?
Die Antwort muss simpel sein: viel zu viele. Das Land durchzieht ein Ruck: allerdings rechts um!

—–

*UPDATE*
hier die Links zu den Versionen aus dem Google-Cache:
(ach ja, vom Inhalt der verlinkten Seiten distanziere ich mich hier mehr als ausdrücklich!)

„Startseite“:http://64.233.183.104/search?q=cache:NMnu2vD8v9YJ:www.gothia-meran.oepr.at/startseite.htm+gothia+meran+startseite&hl=de&client=firefox-a
„Geschichte“:http://64.233.183.104/search?q=cache:6SggsXXV-XQJ:www.gothia-meran.oepr.at/geschichte.htm+gothia+meran+geschichte&hl=de
„Aktive“:http://64.233.183.104/search?q=cache:fI_c57atH0oJ:www.gothia-meran.oepr.at/aktive.htm+gothia+meran+aktive&hl=de&client=firefox-a (mit Fotos!)
„Mensur“:http://64.233.183.104/search?q=cache:nF7hGkO3Mn8J:www.gothia-meran.oepr.at/mensur.htm+gothia+meran+aktive&hl=de&client=firefox-a
„Freizeit“:http://64.233.183.104/search?q=cache:xSujIawXZYwJ:www.gothia-meran.oepr.at/freizeit.htm+gothia+meran+freizeit&hl=de&client=firefox-a
„Termine“:http://64.233.183.104/search?q=cache:gpUTZKTnhMcJ:www.gothia-meran.oepr.at/termine.htm+gothia+meran+termine&hl=de&client=firefox-a
„Kontakt“:http://64.233.183.104/search?q=cache:VBqiIsRvWlgJ:www.gothia-meran.oepr.at/kontakt.htm+gothia+meran+Kontakt&hl=de&client=firefox-a (auch sehr interessant, mit email-Adressen)
„Links“:http://64.233.183.104/search?q=cache:E3Eujsbb61QJ:www.gothia-meran.oepr.at/links.htm+gothia+meran+links&hl=de&client=firefox-a

„Interna“ hab ich nicht verlinkt, ist eh nur eine Zugangsseite mit Passwordabfrage, da bringt die Google-Version auch nichts.

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Wahlen nach Zahlen

Posted by on 7. Nov 2005 in Uncategorized | 2 Kommentare

Fast 80.000 Bozner ware aufgerufen, einen der beiden italienischen Kandidaten zum Bürgermeister der größten Stadt im kleinen Südtirol zu wählen. Ein paar Tausend waren es dann am Ende mehr (Wahlbeteiligung 75,3%), das Zünglein an der Waage diesmal vermutlich die SVP-Wähler, die zum ersten Mal keinen eigenen (deutschen) Kandidaten hatten und „an Walschen“ wählen mussten. Anscheinend haben das mehr getan als erwartet.

Mit 50,36% gewann „Luigi Spagnolli“:http://www.luigispagnolli.info/,der Kandidat des Mitte-Links Bündnis (dem auch die SVP angehört) das Rennen. 0,36%, die den Boznern die Stichwahl ersparten, die notwendig gewesen wäre, hätte keiner der Kandidaten die 50+1 überschritten.

Diese Marke hatte zwar auch schon „Giovanni Benussi“:http://www.benussi.info (unabhängig, aber Kandidat von Mitte-Rechts) beim „ersten Anlauf im Mai“:http://www.gemeindewahlen.bz.it/index_d.htm überschritten (wenn auch nur um 7 Stimmen!), allerdings wurde ihm die Mehrheit im Gemeinderat verwehrt, was einen zweite Wahl erforderte.

Nervtötendes Detail am Rande: die 80 Sektionen à rund 1000 Stimmen (deren Wahlzettel bereits gestern abend 22 Uhr bereit lagen) waren erst um 15:27 Uhr ausgezählt. Exit Polls Fehlanzeige, Hochrechnungen sowieso. Was die einzelnen Sektionen so verlangsamt hat ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge sollen viele Italiener Schwierigkeiten beim korrekten Ausfüllen ihrer Wahlzettel gehabt haben.

Friede kehrt wieder ein, meint die Dispo in der Redaktion. Ein Abendessen ist ein Kollege schuldig, nachdem er seine erste politische Wette verloren hat. Und „STOL“:http://www.stol.it, der Internetableger des Dolomiten-Monopolisten Athesia, war die einzige Internetnachrichtenquelle für aktuelle Wahlergebnisse, nachdem der „Gemeindeserver“:http://sagittario.comune.bolzano.it/prog/wahlen/com2005b völlig überlastet war. Soviel zur Informationsvielfalt in Südtirol.

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Aeneas

Posted by on 6. Nov 2005 in Mythologie |

Als Sohn der Aphrodite (oder römisch gesagt: der Venus) und eines Troianers, als Held im troianischen Krieg könnte man Aeneas (oder Äneas) für einen waschechten Griechen halten. Na ja.

Denn gegen Ende hin (Troja, Pferd usw) floh er, egwarnt von seinr göttlichen Mutter und dem Geist des toten Hekors aus der belagerten Stadt und machte sich per Schiff auf den Weg. Damals hatte „Ryanair“:http://www.ryanair.com den Mittelmeerraum logistisch noch nicht erschlossen und die Flughäfen waren in einem erbärmlichen Zustand, wie das GPS-System damals üebrall.

So gondelt Aeneas mit eienr 20-schioffigen Flotte zuerst an die thrakische Küste (er wolte seine eigene Stadt gründen) aber aufgrund schlechetr Vorzeichen entschied er sich doch um. Dann gings nach Delos, weiter nach Kreta und irgendwann, nach Orakelsprüchen („Du sollst die _alte Mutter suchen_ wo du und deine Nachkommen ewig herrschen werden“) und viel Ruderarbeit gelangte er nach Karthago, übrigens von Dido geründet.

Dido und Aeneas, na ja, dings eben, bis Zeus ein Eilmemo schickte, er solle gefälligst pflichtbewusst weiter -vö- segeln. Hin und hergerissen verlässt er die arme Stadtgründerin, die sich aus Schmerz und Kummer umbringt (Scheiterhaufen!).

In Italien wurde er von König Latinus freundlich aufgenommen, bis es zum Streit mit Turnus kam, der ebenfalls scharf auf die Tochter des Königs, nämlich Lavinia, war.

Aeneas gewinnt im Zweikampf, zeugt einen Sohn (Iulus), der dann später Alba Longa, die Mutterstadt Roms gründet.

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How the bunny runs

Posted by on 6. Nov 2005 in Uncategorized |

Ich komm ja gerade erst aus dem Knast – Körperevrletzung und so, aber was soll ich machen, der Typ hatte mich eben angerempelt, gut er sagte es sei ein Versehen, von wegen – also komm ich aus dem Knast und geh mit meinen Kumpels am Samstagabend ganz harmlos in eine Pizzeria.

Da gibt dieBedienungsschl*ampe doch nicht meinen Tisch an so ein verk*cktes Pärchen. Mann da wurd ich aber sauer, sag ich euch. Als dann ihre Nase blutete, hatten wir ganz schnell einen freien Tisch, bloß die Tischdecke musste sie neu bringen, hatte sie ja voll eingesaut. Aber von da an wusste sie wie der Hase läuft.

Ich und agressiv? Ich bitte Sie. Eigentlich hab ich mich nur etwas genervt erkundigt, wieso denn zwei Herrschaften, die nach uns gekommen waren, unüblicherweise vor uns einen freien Tisch zugewiesem bekamen.

Höflichm und überaus zuvorkommend entschuldigte sich das nette Fräulein und erklärte, dass die beiden bereits vor uns eingetroffen waren und ihre Wartezeit lediglich durch Inhalieren von Tabakrauch verkürzt hatten. Doch schon nach wenigen Minuten war ein weiterer Tisch frei geworden und wir verbrachten einen netten Abend.

Tja, zwei Versionen, welche könnte wahr sein. Aus Sicht der Kellnerin sicher Nummer eins, die Arme glaubte anfangs tatsächlich, ich sei gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, Wastl hätte sie ja nicht auch noch verarschen müssen. Witzig wars aber irgendwie schon. Mal sehen ob das anderswo auch funktioniert. Ich un agressiv… 😉

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