Posted by on 14. Nov 2005 in Uncategorized |

Wissen heißt, wissen wos steht. Ein allseits beliebter (nicht nur) Studentenspruch. Kennt man nur diese Adresse „www.google.com“:http//www.google.com weiß man einfach alles. Wo ist das nächste Restaurant, wie lautet die englische Übersetzung eines gesuchten deutschen Wortes, wo kann ich online shoppen, usw usf.

Sechs Jahre ist es her, als Google Inc. seine gleichnamige Suchmaschine ins Netz gestellt hat. Seitdem hat sich vieles bei Google getan. Man kann nun bei Google nicht nur mehr nach Websites oder Bilder suchen lassen, oder Nachrichten lesen oder Produkte vergleichen. Auch der Email Service von Google „Gmail“:http://www.gmail.com ist bereits ein alter Hut. Nein, Google bietet unter anderem die Möglichkeit über „Google:Earth“:http://earth.google.com/ Satellitenbilder des ehemaligen „Keyhole-Projects“ über Live-Stream direkt auf den heimischen PC zu holen. (Übrigens, earth:google wurde vom Autor, ja genau, gegoogelt). Teilweisesogar mit 3D Ansichten der größeren amerikanischen Städte. Wunderbar, großartig. James-Bond Feeling pur.

Nun auch das ist bereits ein alter Hut für Internet Junkies.

Deswegen bietet Google „mehr“:http://www.google.de/intl/de/options/

Mit Hilfe von Google-Blogger lassen sich ganz einfach Blogs (Online-Tagebücher, so wie „dieser“:http://blog.davus.it) erstellen; man kann Google direkt in seine Toolbar implementieren (das heißt dem Browser ein Suchfeld hinzufügen); weiters kann man mit Hilfe von Google-Desktop Search den eigenen Computer durchsuchen (also im Prinzip, wie die Windows-Suche, allerdings wesentlich schneller), man kann sich Websites übersetzen lassen UND mit Google Picasa seine Fotos bearbeiten und organisieren.
Sensationell.
Auch eine „Google Bibliothek“:http://print.google.com gibt es bereits, die laufend ausgebaut wird. „Die Zeit“ „berichtet“:http://www.zeit.de/2005/32/Google-Bibliothek

Doch heute hat Google alles übertroffen: „Google Analytics“:http://www.pcwelt.de/news/software/124055/index.html ist erhältlich, gratis. Mit Hilfe von Google Analytics können Firmen oder Privatpersonen gratis ihre Website genauer unter die Lupe nehmen. Für Ottos meist eher Spielerei, für Firmen gleichzusetzen mit Bargeld: die Traffic-Analyse der Website. Professionelle Lösungen in diesem Bereich sind meist sehr teuer, aber gerade für Unternehmen unerlässlich. Allerdings laufen diese sensiblen Daten über den Google Server, und auch wenn Google versichert, dass keine der Daten anderweitig verwendet werden, so glaube ich… Die Sache fängt langsam an zu stinken.

Google könnte bald alles kontrollieren bzw. all unseren „Traffic“ beobachten und auswerten, wenn es nicht schon längst dabei ist. Denn, Google weigert sich beharrlich Interna preiszugeben; so weiß man bis heute nicht, ob bei Google „Datenschutz“ überhaupt existiert. Auch mit Gmail kam weitere Kritik auf, denn Google erklärte Mails zu durchsuchen um inhaltlich passende Werbung einzublenden (Haupteinnahmequelle von Google). Offiziell ist Google zwar von diesem Vorhaben abgerückt, aber eben nur „offiziell“.

Insofern stellt sich mir die Frage wohin uns Google führt. Ich werde zwar wieder der beschimpfte Hiobsbote sein, der alles und jeden an die Wand malt; doch ich finde, ich sollte euch da draußen mal darauf aufmerksam machen, dass die reelle Gefahr besteht von einem Privatkonzern bewacht bzw. überwacht zu werden.

Holger Meyer, Leiter des Anzeigenverkaufs von google.de meinte einst: „Auch Google ist nicht Gott.“
Wie lange wird es noch dauern bis es soweit ist?

Übrigens: Google kommt von dem amerikanischen Wort „googol“ und bezeichnet eine zahl mit einer Eins und 100 (!) Nullen, und beschreibt damit treffend die Fülle an Informationen, die Google bereitstellt. (ca 8 Mrd. (eine ACHT mit 9 Nullen) Webseiten; die totale Größenordnung (!) des WWW beträgt ungefähr 500 Mrd. Webseiten, das sogenannte Deep Web). „googlen“ wurde 2004 dem Duden hinzugefügt und bezeichnet nicht nur das durchforsten des Webs mit Google, sondern auch mit allen anderen Suchmaschinen.