Posted by on 27. Okt 2005 in Uncategorized | 1 Kommentar

Heute war es mal wieder so weit; nach fünf Jahren dieselben Klamotten (also natürlich nicht immer dieselben am Körper, sondern die im Schrank) habe ich, D.G. beschlossen, shoppen zu gehen. Und zwar in die berühmtberüchtigte Mahü.

Nun gut, es weckt mich nun mein Wecker um 9 Uhr; der Stress beginnt. Nur langsam komme ich aus dem warmen Daunenbett heraus (nur durch meine eigene Körperwärme gewärmt, was denkt ihr nun schon wieder… tststs), krieche in meine verschleisste Jeans, mein abgetragenes Lieblingsshirt und zieh mir eine Jacke über. Der Gang nach Canossa hat begonnen.

Nach einem 200 Meter Anstieg in die Mahü hinauf (jaaa ganz recht, man muss von der gumpendorfer in die mahü HINAUF) stehe ich vor dem ersten Massenmodegeschäft dem ich über den Weg renne. Um nicht der Schleichwerbung beschuldigt zu werden; das Geschäft heißt wie eine große Satdt im Bundesstaat New York der USA.
Nun, der Laden hat zu. Es ist viertel nach 9, und Amerika schläft. Und da heißt es, dass nur Studenten Langschläfer sind. Nach einem kurzen Blick auf die Öffnungszeiten erhellt sich mein müder Blick; nur eine Viertelstunde warten; fein.

15 Minuten später…
Nix tut sich

weitere 15Minuten später…
Die Türen öffnen sich… ok, dann mal rein ins „Vergnügen“. Natürlich hab ich mir vorher eine Einkaufsliste geschrieben. Mann weiß ja schon vorher was man will. Also Scheuklappen auf, durch die Damenabteilung, die Stiegen hinauf ins männliche Obergeschoss, und … freeeeeze. Da stand ich, inmitten von Damenwäsche. Doch zum Glück musste ich nicht nach dem Weg in die Herrenabteilung fragen; hab ich selber gefunden… mann fragt doch nicht nach dem Weg.
Keine 10 Minuten später nach Bh-Dickicht und Spitzentangas war ich dort.
Kurzer Check der Einkaufsliste: zwei Hosen, ein Hemd, ein Pullover und Socken.

Hemd, Pulli und Sox waren „no problemo“. Bei den Hosen war das schon anders. Denn, da gibts keine Einteilung á la S,M,L,XL,XXL neeeeeeeeein; ist ja auch viel viel zu kompliziert. Da gibts schon mal zwei Daten, die man wissen sollte, nämlich die sog. „length“ und die „width“. Also die Länge und die Taille. Daneben stehen zwei Zahlen zwischen 32 und 38. Denk ich mir: Welche Einheiten sind denn das? (Bin ja Physiker), Zentimeter? Meter? Knödel? Was? Hab mich dann dazu entschlossen die altbewährte Try-and-Error Methode anzuwenden. Ich nehm mir also eine Jeans, mit W:32 und L:32; Auf in die Umkleidekabine, meine Hose ausgezogen und in die Jeans geschlüpft; doch über die Knie ist mir diese Jeans gar nicht erst gegangen, schon da hats Probleme mit der width gegeben. Also raus aus der Hose, rein in meinen Fetzen, raus aus der Kabine, zum Kleiderständer, neue Jeans, diesmal 36/36, zurück in die Kabine, raus aus der Hose, rein in die neue und…. zu weit. Dieses procedere hat sich ungefähr 6 bis 7 mal wiederholt bis ich feststellen musste, dass mir Jeans, die normal geschnitten sind, gar nicht erst gehen; zu breit, zu lang, zu eng, zu kurz. Habe feststellen müssen, das mein Arsch zu fett ist.

Das hat gesessen; Kurz nach 10, totmüde, gestresst vom Umziehen, schweißnass aufgrund der Affenhitze im Geschäft … und D. hat einen Fettarsch. Okeeee. Dann holen wir uns halt loose baggy-pants. (Es ist so erbärmlich! Deprimierend! Hab mir schon überlegt ins Fitnesscenter zu gehen um „Treppen-zu-steigen“).

Anyway, die Skaterhosen haben dann aber gepasst (no na ned, Kunststück, wer da nicht reinpasst hophop auf zum Arzt).
Ich packe meine neuen Textilien zusammen, um den zweiten Gang nach Canossa an diesem Tag anzutreten; der Weg zur Kassa.
Das erste Mal, dass meine Bancomatkarte geglüht hat…

Aber jetzt habe ich wieder fünf Jahre meinen Frieden.
Amen