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Gesammelte Gedanken

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das dorffest und das trinken

Posted by on 31. Jul 2005 in Uncategorized | 3 Kommentare

In Kaltern angekommen und etwas abseits geparkt, machte man sich sogleich auf die Suche. Nach der idealen open-air-Bar, oder wie man auf Südtirolerisch sagt: den Pudl.
Der erste war sowieso nicht gut.
Alex:
_Spinnsch, wersch decht net bein erstn Pudl hin gian._

Dennoch startete ich einen Versuch, musste aber nach kurzer Zeit einsehen, so gehts nicht weiter. Drei Leute als Bedienung, ein Zapfhahn und viel zu wenig Gläser. Die mussten noch Kartons auspacken. Also weiter.

Keine zehn Meter weiter, auf den ersten Blick gute Stimmung, und ganz wichtig: rasche Bedienung. Nichts wie hin. Und während ich so warte, schau ich mal nach rechts, dann nach links und mal nach oben. Hängt da prominent eine Tirol-Fahne. Da seh ich mir die Leute mal genauer an, bemerke einige Glatzen (nicht altersbedingt!) und gewisse Hirnentleerungen. Schnell weiter.

Nach Kurzaufenthalten am Fischstand, in der Mittvierziger-Schlagerhütte, und dem Badminton-Stand (mit völlig besoffenem Teenie, das von Freunden vorbeigetragen wird, sehr amüsant) fanden wir dann den längsten Tresen Kalterns. Die hatten dann auch noch Bier. Und dann wars ok.

Der Rest ist Schweigen.

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Es war einmal

Posted by on 29. Jul 2005 in Uncategorized |

Die IRA hat die heiße Phase für beendet erklärt und will die Waffen abgeben. Wie das geht „steht hier“:http://blogg.zeit.de/bittner/eintrag.php?id=194. Damit wird Geschichte geschrieben. Tom Standage hat das auch getan, wenn auch etwas anders…

*A History of the World in 6 Glasses*
[„Link zum Buch“:http://www.walkerbooks.com/books/catalog.php?key=502&type=hfeature]

_From beer to Coca-Cola, the six drinks that have helped shape human history_

_ Beer was first made in the Fertile Crescent and by 3000 B.C.E. was so important to Mesopotamia and Egypt that it was used to pay wages. In ancient Greece wine became the main export of her vast seaborne trade, helping spread Greek culture abroad. Spirits such as brandy and rum fueled the Age of Exploration, fortifying seamen on long voyages and oiling the pernicious slave trade._

Könnte interessant sein, so sollte man heute in den Schule Geschichte lehren, hat sicher mehr Erfolg als Frontalunterricht.
Ich überlege, das Buch zu erstehen, kostet ja nur knapp 25$. Bei dem heutigen Kurs…

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Hoher Besuch

Posted by on 28. Jul 2005 in Uncategorized | 3 Kommentare

Man glaubt (!) es kaum. Nach Lourdes, nach unzähligen heiligen Grotten, nach dem amerikanischen God-TV ist es nun auch in Siebeneich soweit. Weißenstein? Schnee von gestern, die Madonna ist umgezogen, ins wunderbare Seven-oak.

*Die Madonna in Siebeneich*
ist der Titel eines Sonderdrucks von sagenhaften 44 Seiten, der mir gerade untergekommen ist. In Zusammenarbeit mit dem Medjugorje Komitee von Bozen (Postfach 272, Fax 0471 289310) hat irgendwer, nur Toni genannt, ein Heftchen herausgebracht „zum Zweck des Zeugnisses und Glaubens“.

Die ganze -Scheiße- Chose (@ingeneer: sprich Schose) beginnt demnach schon im September 76, wo der Erzähler vom Papsttod träumt, also vom Attentat und ihm seither Stimmen im Kopf Tipps geben.

Was eigentlich ein Fall für die Klappse wäre läuft – so scheint es wenigstens – noch immer frei herum und verbreitet das auch noch. Wie oft in solchen Fällen sucht der Betroffene um Hilfe, allerdings stößt er nicht überall auf Glauben, etwa im Institut des Hl. Nikolaus in Meran.

_Ich setzte voraus, daß nicht alle Schwestern diese Vorfälle glauben würden, und so war es (in der Tat hatten mich die „Stimmen“ gewarnt)._

Alles klar?
Doch es geht noch weiter.

Während also von Toni die Rede ist, und von Sehern, und von Briefen an den Papst, und ganz tollen Visionen, kommt das Beste doch eher zum Schluss. Da wird der _Alto Adige_ zitiert, der von der Wunderheilung des SVP-Exponenten Franz Demetz erzählt – von Rückenschmerzen wohlgemerkt.

„Ja, es ist alles wahr. Toni, der Vertreter von Tiefkühlprodukten (ich muss da immer an meinen Eismann denken, Anm.) hat mich nicht nur einmal, sondern zweimal geheilt.“

_Er, die Hauptperson der Heilungen, hat zwanzig Jahre lang geschwiegen, denn die Priester hatten ihm befohlen zu schweigen. Es sein viel zu riskant, der Welt zu erzählen, zehn Tage mit Jesus gesprochen zu haben._
(…)
_Er hat es versucht, und man stempelte ihn zum Narren. Unvermeidbar, und er weiß es: Er kann Prof. Basaglia, dem Vater des Gesetzes 180, danken, daß die Narrenhäuser abgeschafft wurden und ihm eine Internierung erspart blieb._

*Wir anderen bedauern das allerding zutiefst.*

Wer Herrn Toni, den Seher aus Bozen, den Vertreter von Tiefkühlprodukten, der jetzt um die 67 sein dürfte, treffen will, der kann dies laut Büchlein sogar täglich: von zwei bis drei Uhr nachmittags, im Wäldchen oben an der Romediusstraße in Siebeneich.

*Dann gute Nacht.*

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Politikverdrossenheit

Posted by on 28. Jul 2005 in Uncategorized |

Im Untertitel stehts bereits: Ein Schulbesuch in der Provinz. Doch der „Artikel“:http://www.zeit.de/2005/30/Schulklasse_30 selbst (übrigens -cool- sweet im Querformat!) offenbart Schlimmes.

Dominik Lorenz ist 18, seit Jahren bei der CDU, ist JU-ler und ist stolz darauf. Der Rest der Klasse ist politisch weniger aktiv, stimmt aber mit ihm überein, Schröder is nix.
Da kommen so aussagen wie:
_Er (Dominik, Anm.) ist beliebt, obwohl er keinen Alkohol trinkt und keine Drogen nimmt._ Da wird er aber nie richtiger Politiker werden.

Aber eigentlich ists doch schön. Die Jugend ist konservativ, die Mittdreißiger die ich in Wien getroffen hab, wirkten leicht krampfhaft sozialistisch („Als Student muss man doch a bissl versandln!“) und „Tenzin Gyatso“:http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatId=da&ArtId=64857&SID=88208963285891217211 kommt nach Bozen um mit dem Landesluis eine Pressekonferenz zu -verunstalten- veranstalten.

Alles Politik und irgendwie alles Schwachsinn. Kein Wunder dass wir Politikverdrossen sind.

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Begehrt

Posted by on 27. Jul 2005 in Uncategorized |

Von ORF bis hin zu meinem Onkel – Jobs ohne Ende bietet der August. Und der September, der Oktober undsoweiter. Irgendwie muss ich dazwischen noch meine Bakk-Arbeit reinfriemeln.

Stichwort begehrt: bei den Deutschen derzeit der Platz im Sicherheitsrat, dem von der UN. In drei Phasen soll der bürokratische Hindernislauf erfolgen, bevor dann China und/oder USA Veto schreien dürfen.

Weniger begehrt: wohl der „Codewort Bibel“-Workshop für Jugendliche, angeboten von der SKJ. Einer der Referenten ist übrigens „ich habe faule Zähne, ergo muffel ich ausm Mund“-Bischof Wilhelm Egger.

Das ist ja eher abtörnend, obwohl einer der Organisatoren beteuert: _Viele Jugendliche wissen gar nicht, dass die Bibel voll Poesie, ja sogar Erotik ist._

Doch, wissen wir:

„Harnröhrenkrankheit (Moses, 13,40)“:http://www.bibel-online.net/buch/03.3-mose/13.html#13,40 Wenn ein Mann an seinem Glied einen Ausfluß hat, so ist er unrein.

„Feuchte Träume (eigentlich alles Moses)“:http://www.bibel-online.net/buch/03.3-mose/15.html#15,16 Wenn einem Mann im Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. (…) Und wenn eine Frau bei einem Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

„Sodomie“:http://www.bibel-online.net/buch/03.3-mose/20.html#20,13 Wenn jemand bei einem Tiere liegt, der soll des Todes sterben, und auch das Tier soll man töten. Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du sie töten und das Tier auch.

„Onanie (mit Erklärung, woher das Wort kommt)“:http://www.bibel-online.net/buch/01.1-mose/38.html#38,8 Und Juda gab seinem ersten Sohn Er eine Frau, die hieß Tamar. Aber Er war böse vor dem HERRN, darum ließ ihn der HERR sterben. Da sprach Juda zu Onan: Geh zu deines Bruders Frau und nimm sie zur Schwagerehe, auf daß du deinem Bruder Nachkommen schaffest. Aber da Onan wußte, daß die Kinder nicht sein eigen sein sollten, ließ er’s auf die Erde fallen und verderben, wenn er einging zu seines Bruders Frau, auf daß er seinem Bruder nicht Nachkommen schaffe. Dem HERRN mißfiel aber, was er tat, und er ließ ihn auch sterben.

Und daher ist Onanie eine Sünde. Also besser, man ist begehrt…

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