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Gesammelte Gedanken

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Demokratie

Posted by on 28. Jun 2005 in Uncategorized |

Firmenchef betritt Coca-Cola-hauptgebäude in Berlin-West, 50er-Jahre. Kaum betritt er die Büroräume, stehen alle Angestellten auf. Das nervt den firmebnchef, und er beschwert sich bei seinem sekretär.

Chef:
„Ich mag es nicht, wenn die Angestellten jedesmal aufstehen, wenn ich ins Büro komme. Ich habe den strikten Befehl gegeben, sie sollen das unterlassen. Geht das denn nicht in Ihren preußischen Schädel, dass wir jetzt in einer demokratie leben?“

Sekretär: „Das ist es ja, wenn ich den Leuten früher befohlen habe, sie sollen sitzen bleiben, dann blieben sie sitzen. Jetzt in der Demokratie, da tun sie was sie wollen.“

Genial. Und aus Billi Wilders _Eins, Zwei, Drei_
Fazit. ansehn!

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Kunstgeschichten II

Posted by on 27. Jun 2005 in Uncategorized |

Richard hat heute eine „wichtige“ Prüfung absolviert, in Kunstgeschichte. Dabei musste erdie ganze Zeit an Maggie denken. Nicht die aus den Simpsons, vielmehr die aus dem Kunstunterricht von früher her. Maggie, die uns eingebleut hatte, welche Unterschide es zwischen Gotik und Romanik gibt.

Spitzbogen versus Rundbogen und Schlitzfenster. Aus dem einstigen Schulhass („Richard, hast du nicht gelernt?“) ist geradezu uneingschränkte Anhimmelung geworden. Mag es am bereits dritten Bier liegen, an den Temperaturen oder am effektiven Wissen. Inzwischen bereut Richard bereits das Studium der Anglistik und möchte auf die Kunst wechseln.

Ob dem morgen auch noch so ist… das schildert er am besten selber.

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À la Rimini

Posted by on 26. Jun 2005 in Uncategorized | 6 Kommentare

Kaum eine der Bands auf der „FM4“:http://fm4.orf.at Bühne beim gestrigen 2. Tag des „Donaiuinselfests“:http://www.donauinselfest.at war mir namentlich bekannt. Ich bin ja schließlich ein Banause, jedenfalls was coole, pardon, sweete Jugendkulturmusik angeht.

Zum Glück befand ich mich in guter Begleitung, die einerseits einen Plan über den Ablauf mitgebracht hatte und andererseits schon mal da war und die beste Straßenbahn zur Hinfahrt kannte.

Zurück zur Musik. Vom kahlen Nachmittag (Hitze, wenig Zuhörer,..) bis zum Abend (Gewittergefahr, Feuerwerk, Menschenauflauf) fanden sich auf der Bühne immer wieder Bands ein, die ihre Lieder auf deutsch sangen. Das mag mit der neuen Sicherheit der Deutschen Musiker zu tun haben, die schon seit einigen Jahren grassiert. Die hat auch ihr Gutes, so verstehen jetzt erst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die Songtexte, die sie vorher unüberlegterweise in der Dusche trällerten.

Mir selber wurde ehrlich gesagt auch bewusst, wie bescheuert und auch übertrieben ernst dei „neuen“ Lyrics (wie der sweete Mann von heute sagt) sind. Es ist immer wieder erstaunlich, wie ausgefeilt die Wortkonstruktionen bei einem Satz sind, der im Grunde nur dazu auffordert, irgendwas zu zertrümmern oder noch besser – anzünden.

Klar doch, sind nich alle so. Aber viele, und das geht mit der Zeit auf den Wecker. Da freut man sich regelrecht, wenn eine Band auftritt, die noch ganz altmodisch auf Englisch singt. Hey, die waren richtig gut, komischen Namen hatten sie auch noch (The Robocop Kraus) und der Sound – alles andre als schlecht – erinnerte etwas an The Killers.

Nach langer Zeit ist vielleicht der Moment gekommen, eine CD zu kaufen. Mal überlegen.

Die Musikeuphorie klang dann doch noch leicht ab, nachdem wir auf dem obligatorischen Inselrundgang an der Singstar-Bühne vorbeikamen. Kinderstimmen sowie biergetränkte Kehlen gaben ihr Bestes (?) nur um zu beweisen, dass sie für das Musikbusiness wohl untauglich sind. Und der Moderator war auch eine lasche Nudel, noch mal seine LCD-Gürtelschnalle funktionierte.

p.s.
Apropos Moderation, erinnert sich vielleicht wer an meine Bewerbung? Ich bin zum Vorsprechen eingeladen… 😉

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Sweet ist das neue cool

Posted by on 24. Jun 2005 in Uncategorized | 1 Kommentar

Kürzlich erst wies mich Nina darauf hin, es gäbe was Neues. Obwohl Oliver Bayer hier nicht die finger im Spiel hatt, war dem in der Tat so. Ess heißt nämlich, *sweet* sei das neue *cool*. Und weil wir uns hier alle avangardistisch fühlen, wollen wir doch mal versuchen das ganze auch in Europa zu verbreiten. Vielleciht erfährt ja auch dieses Wort einen solchen Aufschwung.

„Cool“ jedenfalls gibts schon lange, Shakespeare hat es – in anderer Form – bereits verwendet, wenn auch nicht in dem Sinne wie wir das heute machen. Damals bedeutete das Adjektiv noch simpel und einfach _cold, to freeze_.

Erst seit 1933, oder vielleicht bereits seit 1933 wird das Wort auch im Sinne von _fashionable_ gebraucht. Und wir dachten, wir seinen hip und sweet, wenn wir das Wort gebrauchten und unsere Eltern es nicht taten. Ts!

„Dieser Quelle“:http://www.etymonline.com/index.php?search=cool&searchmode=none hier zufolge war das Wort _originally Black English, said to have been popularized in jazz circles by tenor saxophonist Lester Young._

Dann hoffen wir doch auf einen Triumph des neuen *sweet*. Wobei sich manche Dinge dann trotzdem nicht ändern werden. Cool Coke wird dann eben Sweet Coke. Das wussten wir früher auch schon.

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Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus!

Posted by on 24. Jun 2005 in Uncategorized | 2 Kommentare

Für alle nicht HumGymler und nicht Nulyzer bring ich hier noch mal die freie (!) Übersetzung: Freuen wir uns, solange wir jung sind!
Erst heute ist es mir wieder bewusst geworden; nicht ES wenn man es genau nimmt, sondern SIE, die Vergänglichkeit. Als ich heute wieder mal eine Reise in mich selber gemacht habe, tauchte plötzlich die Frage auf, was denn eigentlich Bestand hat? Was bleibt nach meinem, deinem und/oder unserem Leben? Werde auch ich mal so was wie ein Mahatma Gandhi, ein Albert Einstein, ein Rembrandt (die Liste ließe sich wohl beliebig lange fortsetzen)? Überdauern mich meine Taten, mein Handeln und, am allerwichtigsten, meine Gedanken? Kann auch ich ein Wegbereiter sein, oder bin ich ein Mensch im Windschatten, einer der es nicht schafft selber Abdrücke zu hinterlassen?

Wenn man bedenkt, dass es mehr als sechs Milliarden Menschen gibt, und nur ein Bruchteil davon ihren Tod dadurch überleben, dass sie was Besonderes waren, dann schrumpft die Wahrscheinlichkeit auf ein Minimum, das auch ich einst in die Annalen der Menschheit eingehen werde. Doch bitte, verstehen Sie mich nicht falsch. Es geht mir keineswegs um Ruhm und Ansehen, es geht mir schlicht und ergreifend darum etwas besonders, ungewöhnliches aus meinem Leben gemacht zu haben; und damit ewig weiterzuleben.

Alles was ich möchte: Nicht vergessen zu werden.
Ist das zuviel verlangt? Vermutlich…

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